Alles fing im Frühjahr 2010 an.
Ich habe in dem Supermarkt bei uns im Dorf an der Kasse gearbeitet. Man sieht ja was die Leute so alles einkaufen und ein kurzer Small Talk hier aufm Dorf gilt als höflich! So kam es dann eines Tages, dass eine Frau regelmäßig eine Palette Kondensmilch kaufte. Sie erzählte mir, dass sie Pferde hat und dort am Stall bei ihr, wären viele Katzen für die sich keiner verantwortlich fühlt. Eines Tages sagte sie mir dort wäre wohl eine Katze ausgesetzt worden und das dortige Rudel würde die Katze nicht ans Futter lassen und nur verprügeln. Außerdem hätte die Katze eine schlimme Augenentzündung und wäre viel zu dünn. Naja wie es der Zufall dann will, nach kurzer Absprache mit meinem Mann nahmen wir die Katze auf und fuhren sie zum Tierarzt! Hierbei unterstützte uns finanziell bereits der Katzenschutzverein, ich selber hatte aber keinen Kontakt zu ihm sondern nur Mone, die Frau, welche die Pferde dort zu stehen hatte und endlich ein Herz für die dortigen Samtpfoten hatte. Wir schalteten Anzeigen und hatten Ophelia, so hieß die Katze mittlerweile, recht schnell vermittelt.
Naja dann erzählte Mone mir von den Katzenbabys und das diese dort sterben würden, weil ihr Gesundheitszustand so schlimm wäre. Sie würde den Kleinen Dingern gerne helfen, weiß aber nicht wie. O.K. wir hatten einen groooooooooßen Keller und da wir gerade mal 2 Jahre in diesem Haus wohnten, war dieser auch noch ziemlich leer. Ich habe ihr gesagt, wir versuchen die gesunden Katzenbabys zu vermitteln und schalteten wieder entsprechende Anzeigen. Der Katzenschutzverein gab ihr Fallen, damit die Katzeneltern kastriert werden konnten. Im Alter von ca. 4-5 Wochen kamen die Kleinen zu mir in den Keller. Damals war alles noch sehr spontan eingerichtet, aber hier galt das Motto, besser gut aufgehoben und unter Beobachtung als wild und als Straßenkatze lebend. 8 Kleine Katzen waren jetzt bei mir im Keller und wurden erstmal entwurmt, entfloht und tierärztlich versorgt. Teilweise waren sie in einem schlimmen Zustand auf 3 Räume aufgeteilt. Der Kleinste von Ihnen Kämpfte ums überleben aber nach etlichen Stunden der Flaschenfütterung, alle 4 Stunden Wärmflaschenwechsel und viel Spucke und Geduld entwickelte er sich prächtig. Alle 8 Katzen erholten sich gut von ihrem Katzenschnupfen und konnten schon bald in ein neues Zuhause umziehen.
Mittlerweile wurde es September und die Kellerräume waren leer. Die Katzenmamas auf dem Hof waren alle kastriert worden, sodass auch dort kein neuer Nachwuchs zu erwarten war.
Also rief ich im Oktober den Katzenschutzverein an und fragte nach, ob ich nicht irgendwie helfen kann. Ohh… wie hat man sich auf meinen Anruf gefreut, hatte man doch gerade ca. 4 Monate alte Kitten in der Garage da die Gefahr von Katzenaids bestand. Man wußte nicht wohin mit Ihnen, ein Test ist erst ab einem Alter von 6 Monaten machbar. Außerdem waren die 4 alles andere als zahm. Tja….. gut….. dies ist dann eine Aufgabe für länger, sozusagen für die Wintermonate…. tja und so nahmen die Dinge dann seinen Lauf…….
